Hundezähne - stark aber zerbrechlich

Obwohl die Reißzähne eines Hundes unglaublich kräftig sind, sind sie immer noch anfällig für Frakturen, Brüche und in einigen Fällen sogar für Karies.

Eine Vorbeugung kann nicht nur Geld sparen, sondern verschont auch dein Tier vor größeren Eingriffen. Welche Gegenstände deinem Hund schaden, erfahrt ihr im folgenden Artikel.
 

Gefahren im Alltag: Was die Beißerchen deines Hundes wirklich schädigen könnte

Hunde nutzen ihr Gebiss als Werkzeug, Hände und Kommunikationsmittel. Trotz der enormen Beißkraft ist die äußere Schutzschicht der Zähne, der Zahnschmelz, wesentlich dünner als beim Menschen. Das macht das Hundegebiss anfällig für Frakturen und Verletzungen durch alltägliche Gegenstände und Gewohnheiten. Viele Schäden entstehen schleichend und bleiben lange unentdeckt, da Hunde Schmerzen im Maul instinktiv verbergen.

Die folgenden Punkte zeigen auf, welche vermeintlich harmlosen Dinge die Zahngesundheit massiv gefährden und worauf bei der Auswahl von Futter und Spielzeug geachtet werden muss:

 

Einige Hundeeltern können nicht widerstehen, ihr Dessert mit ihrem Vierbeiner zu teilen. Diese Leckereien wie Eis, Kekse und andere zuckerhaltige Schleckereien machen den Hund nicht nur dick, sondern können auch einen negativen Einfluss auf die Zahngesundheit haben.

Hunde sind nicht so anfällig auf Karies wie wir Menschen. Zum Einen liegt das an der Form der Zähne, die es Bakterien schwer ermöglicht haften zu bleiben. Zum Anderen liegt es am pH-Wert im Maul. Bei einer übermäßigen Menge an Zucker bleibt aber auch ein Hund vor Karies nicht geschützt, vor allem an den hinteren Zähnen.

Bereite deinem Hund lieber ein tierfreundliches Eis zu. So könnt ihr gemeinsam eure Leckereien genießen.

Vor allem bei heißen Temperaturen möchte man meinen, dass ein paar Eiswürfel eine gute Erfrischung für unsere Vierbeiner sind. Viele von ihnen schlecken das Eis nicht ab, sondern versuchen die Eiswürfel zu kauen, die dann große Schäden verursachen können. Obwohl Hunde einen starken Kiefer haben, kann leicht ein Stück Zahn bei dieser Aktion abbrechen. Besonders gefährdet sind hier die hinteren Zähne, die zum Zerquetschen dienen.

Eine Schüssel mit frischem und kaltem Wasser ist da eher zu empfehlen. Zur Beschäftigung kann auch ein befüllter und halbgefrorener Kong für Abwechslung sorgen.
 

Hunde haben eine angeborene Notwendigkeit, ihren Kiefer zu trainieren. Vor allem Geweihe haben jedoch keinen Mehrwert für die Hundeernährung, können jedoch schwere Zahnschäden hervorrufen.

Zahnmediziner für Hunde raten:

“Um die Kiefer eurer Hunde dauerhaft zu trainieren eignet sich unbehandeltes Gummispielzeug sehr gut. Gute Flexibilität kann man testen, indem das Spielzeug bei Druck mit einem Finger etwas nachlässt…“

Weiterer Tipp:
“Lässt sich ein Tierknochen nicht biegen, ist es keine sichere Sache für die Zähne deines Hundes.“
 

Dentalknochen versprechen oft, die Mundgesundheit zu verbessern. Einen Nachweis darüber gibt es jedoch nicht. Einige verarbeitete Plastik- oder Nylon-Kauknochen können tatsächlich die gleichen Arten von Problemen verursachen wie Tierknochen & Co.

Auch hier den “Bieg-Test“ machen!

Anzeichen einer Zahnverletzung beim Hund

Zahnprobleme bei Hunden sind nicht immer so offensichtlich und unsere Vierbeiner sind Meister im Schmerzen verstecken. Allgemeine Anzeichen können sein:

  • Unwillen mit seinen normalen Spielsachen zu spielen oder zu kauen.
  • Essen oder Kauen nur auf einer Seite.
  • Lässt Zähneputzen absolut nicht mehr zu.


Tennisbälle sollten grundsätzlich verbannt werden. Das permanente Kauen baut den Zahn nach und nach ab, legt den Zahnnerv frei, was zu Schmerz und zu einer Infektion führen kann.

 

Gesunde Hundezähne

Bei deinem halbjährlichen Tierarzt Check sollten die Zähne nicht außer Acht gelassen werden.

Hunde-Zahnmediziner sind überzeugt, dass der beste Weg, um langfristige Mundgesundheit zu erhalten, das tägliche Zähneputzen ist. So kann Plaque, jeden Tag minimiert bzw. entfernt werden.
 

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